Kategorie-Archiv: U25 BO & Schule

U25 Berufliche Orientierung und Angebote an den Schulen


 

Berufsorientierende Einstiegsbegleitung inklusiv (BoEi)

Für schwerbehinderte oder gesundheitlich beeinträchtigte Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen gibt es mit der Berufsorientierenden Einstiegsbegleitung inklusiv (BoEi) nach §49 SGB III das Angebot einer speziell an die Bedürfnisse dieser Gruppe angepassten Berufseinstiegsbegleitung. Weitere Infos siehe Flyer_BoEi_München


 

SchlaU ÜSB (Übergang Schule-Beruf)

Im Kern ist das Programm ein Unterstützungsangebot für ehemalige Schüler*innen der Berufsintegrationsklassen (BIK) und der M10-Klasse in der Schertlinstraße: schulisch-fachliche Unterstützung beim Lernen für die Berufsschule oder weiterführende Schulen und psychosoziale Unterstützung bei beruflicher (Um)Orientierung, Ausbildungsvorbereitung oder Themen wie Gesundheit, Lebensunterhalt oder Aufenthalt. In den letzten Jahren wurden Gruppenangebote in der Schule hinzugefügt, wie Bewerbungstrainings mit Ehrenamtlichen oder Firmen, Bewerbungsfotos mit Fotograf*innen oder „Absolvent*innen erzählen einer Klasse von ihren Erfahrungen im Berufsleben. Daneben bringt ÜSB Betriebe, die Praktika oder Ausbildungsplätze anbieten, mit Schüler*innen zusammen und baut ein Alumni-Netzwerk auf mit dem Ziel gegenseitiger Unterstützung in Form von Beratung, Erfahrungsaustausch und ähnlichem.

 


 

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)

Bei der Berufseinstiegsbegleitung (BerEb) handelt es sich um ein Förderangebot der Agentur für Arbeit. Ziel der Berufseinstiegsbegleitung ist, Schüler*innen, die voraussichtlich Schwierigkeiten beim Erreichen des Förder-, Mittel-, Realschul- bzw. Mittleren oder gleichwertigen Schulabschluss und beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in eine Berufsausbildung haben werden, individuell zu unterstützen und dadurch die berufliche Eingliederung zu erleichtern.

Die Begleitung beginnt in der Vorabgangsklasse und wird nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule während der Ausbildungsplatzsuche und in der Anfangsphase der Berufsausbildung weitergeführt. Unter Berücksichtigung der persönlichen Stärken, Interessen und Fähigkeiten legen die Berufseinstiegsbegleiter*innen gemeinsam mit den Teilnehmenden fest, wie diese Unterstützung im Einzelnen aussieht.


 

Berufsberatung vor dem Erwerbsleben (BBvE)

Die Lebensbegleitende Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt den Übergang von Schule in Beruf bzw. (duales) Studium durch ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot vor Ort an den Schulen.

Die Berufsberater*innen geben umfassend Auskunft und Rat zu Fragen der Studien- und Berufswahl, über Berufe, ihre Anforderungen sowie Aussichten, über die Wege und Fördermöglichkeiten der beruflichen Bildung sowie über beruflich bedeutsame Entwicklungen in den Berufen, Betrieben, Hochschulen und auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt allgemein.

 

Dabei bieten die Berufsberater*innen zielgruppen- und themenspezifische berufsorientierende Veranstaltungen für Schüler*innen und deren Erziehungsberechtigte an. Sie organisieren eigene Veranstaltungen und Messen und nehmen an Veranstaltungen externer Partner, z.B. an den Studieninfotagen der Münchner Hochschulen und der Internationalen Handwerksmesse teil.

In Sprechzeiten vor Ort an der Schule wird den Schüler*innen die Gelegenheit gegeben, zu allen Themen rund um Berufsorientierung ins Gespräch zu kommen.

Ergänzend werden terminierte Beratungsgespräche in Präsenz sowie digital per Videokanalmanager angeboten, um – auf Wunsch auch in Beisein der Erziehungsberechtigten – Fragen rund um die Wege nach der Schule zu besprechen.

 

Online-Anmeldung: Kontaktformular


 

Berufsorientierung (BO) an Gymnasien

Die Berufsorientierung an den Gymnasien und den FOS/BOS ist darauf ausgerichtet, Schüler*innen dieser zu einer Studienberechtigung führenden Schultypen neutral, objektiv und kostenlos über Berufe, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren. Schüler*innen sollen befähigt werden, herauszufinden, welcher Ausbildungsberuf, welches (duale) Studium zu ihnen passt.

 

Dabei kommt auf Wunsch der Schulen die BO-Maßnahme der Akademie für philosophische Bildung zum Einsatz. In Anwendung der Methode des philosophischen Gespräches gewinnen junge Menschen Klarheit über Ihre Werte und Stärken und werden somit dabei unterstützt eine fundierte Zukunftsentscheidung zu treffen. 


 

Berufsorientierung (BO) an Realschulen

Mit den vertieften Berufsorientierungsmaßnahmen „Profilwerkstatt“ und „Philosophieren für Jugendliche“ unterstützen die Agentur für Arbeit zusammen mit der Landeshauptstadt München die Berufsorientierung und -findung vor Ort an den Münchner Realschulen (8. und 9. Jahrgangsstufe).

 

  • Profilwerkstatt: Durch die Möglichkeit der praktischen Erprobung  in verschiedenen Berufsfeldern können Jugendliche ihre Fähigkeiten testen und so ihre Kompetenzen und Stärken entdecken. Auf Basis dieser Erprobungen werden individuelle Kompetenzprofile erstellt, die den Jugendlichen bei ihrer Berufswahlentscheidung erste Hilfestellung geben.

 

  • „Philosophieren für Jugendliche“ unterstützt Jugendliche dabei, herauszufinden, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und wie sie leben möchten. Der philosophische Ansatz ergänzt die klassischen Berufsorientierungsmaßnahmen und stärkt die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstreflexion. Durch den intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit Gleichaltrigen, werden die Jugendlichen in die Lage versetzt, Konventionen und Rollenmuster zu hinterfragen. Die starke Sinn- und Werteorientierung trägt dazu bei, dass Jugendliche eigene Entscheidungsmaßstäbe entwickeln.

 

Berufsorientierung (BO) an Mittelschulen

An einigen Mittelschulen in Stadt und Landkreis München werden zusätzlich Berufsorientierungsmaßnahmen nach §48 SGB III angeboten. Sie ergänzen das vorhandene Dienstleistungsangebot der Agentur für Arbeit und den laut Lehrplan durch die Schule durchzuführenden Teil der Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung. Dadurch sollen die Schüler*innen einen vertieften Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt erhalten und somit besser auf die Berufswahl vorbereitet werden.

 

Das Angebot kann aus den folgenden Elementen bestehen:

 

  • Modul Talente entdecken: Die Schüler*innen sollen eigene, berufsrelevante Talente (Fertigkeiten, Potenzial) entdecken und eine grundsätzliche Eignung für eine Berufsrichtung feststellen.

 

  • Modul Talente entwickeln: Die Schüler*innen haben Gelegenheit ihre Berufswahlkompetenz zu erweitern und eine getroffene Berufswahlentscheidung abzusichern.

 

  • Modul Talente fördern: Die Schüler*innen entwickeln Kriterien für ihre individuelle Berufsorientierung und -wahl (Jahrgangsstufe 7) bzw. können ihre Wahl überprüfen bzw. festigen (Jahrgangsstufe 8, 9). Sie können ihr bevorzugtes Berufswahlspektrum v. a. bezogen auf den regionalen Ausbildungsmarkt konkretisieren.

 

  • Sommerakademie: Im Rahmen eines dreiwöchigen Sommercamps in den Sommerferien und einer persönliche Begleitung im Abschlussjahr werden die Teilnehmer*innen schulisch und bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft unterstützt.